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Schaf sucht Weide – Flächenbörse verbindet Schäfer*innen und Flächeneigentümer

PRESSEMITTEILUNG

Braunsroda, 05.07.2024

 

Das Projekt Weidewonne der Naturstiftung David freut sich, die Einführung eines neuen Angebotes – der Flächenbörse – bekannt zu geben. Die Plattform, die ab sofort unter www.weidewonne.de/flaechenboerse zu erreichen ist, bietet Flächeneigentümern und Schäfer*innen im Freistaat Thüringen eine einzigartige Möglichkeit zur Vernetzung und Zusammenarbeit.


Die Flächenbörse von Weidewonne funktioniert nach einem einfachen und effizienten Prinzip, das in ähnlicher Form bereits erfolgreich bei der Monitoringbörse der Naturstiftung David angewendet wird. Flächeneigentümer haben die Möglichkeit, ihre Flächen für die fachgerechte Beweidung anzubieten. Gleichzeitig können Weidewonne-Schäfer*innen entsprechende Gesuche aufgeben, um geeignete Weideflächen für ihre Tiere zu finden. Das Projektteam prüft die Flächenangebote, um eine optimale Vermittlung zu gewährleisten.


„Bisher ungenutzte Flächen können mit der Flächenbörse einfacher vermittelt und so nachhaltig bewirtschaftet werden. Dies trägt erheblich zur Erhaltung der Biodiversität und Pflege der Kulturlandschaft bei“, führt die Projektleiterin Stefanie Schröter aus. Schäfer*innen, die dem Unterstützungsnetzwerk angehören, profitieren von einem erweiterten Angebot an Weideflächen, erhalten direkten Zugang zu Flächenanbietern und werden durch Weidewonne bei der Vermittlung und Nutzung der Flächen professionell unterstützt.


Die Nutzung der Plattform ist einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Alle Informationen sind auf der Webseite www.weidewonne.de/flaechenboerse zugänglich. Nach einer erfolgreichen Prüfung durch das Weidewonne-Team werden die Flächenangebote auf der Website veröffentlicht. Die Beweidung der Flächen durch Weidewonne-Schäfer*innen kann nach gelungener Vermittlung erfolgen.


Pressekontakt: Naturstiftung David, Marie Kohlschreiber, Heidelbergstr. 1, 06577 Braunsroda Tel: 0361 710 129-66, E-Mail:
 

Hintergrund Weidewonne:

Aufgrund struktureller Veränderungen in der Landwirtschaft sowie sinkender Nachfrage nach Lammfleisch und Wolle kämpfen viele heimische Schäfereibetriebe um ihr Überleben. Die Zahl des Schafsbestands in Thüringen hat sich seit der Wende mehr als halbiert. Die Beweidung mit Schafen ist aber für den Erhalt typischer Wiesen und Steppenrasen unserer Kulturlandschaft und damit wertvoller Naturschutzflächen essenziell. Ohne diese Pflege wachsen sie zu und der Lebensraum für seltene lichtbedürftige Tier- und Pflanzenarten wie Wildbiene oder Frühlings-Adonisröschen verschwindet. Um Thüringer Schäferinnen und Schäfer bei der Vermarktung ihrer Produkte aus der Landschaftspflege sowie in Fragen der Landschaftspflege umfänglich zu unterstützen, wurde vom Thüringer Umweltministerium die Marke Weidewonne entwickelt. Das Projekt wird von der Naturstiftung David betreut und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Eine Drittmittelfinanzierung erfolgt durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.