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Projektstart zum Insektenschutz im Naturpark Thüringer Wald



Rund 33.000 Insektenarten soll es laut den Naturschutzverbänden in Deutschland geben. Mit dieser beeindruckenden Artenvielfalt heben sich die Insekten gegenüber anderen Tierklassen deutlich hervor. Ein Projekt, das der Naturpark Thüringer Wald in den nächsten zwei Jahren federführend betreibt, stellt nun das Thema Insekten und deren Schutz in den Fokus. Projektleiterin Romy Weisheit entwickelt in diesem Rahmen Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung (BNE), die Kindergärten, Schulen und anderen Bildungsträgern der insgesamt acht Nationalen Naturlandschaften (NNL= fünf Naturparke, zwei Biosphärenreservate, ein Nationalpark) in Thüringen zur Verfügung gestellt werden sollen. Haben Lehrende ein Interesse an dem Thema, werden sie direkt durch die Projektleiterin geschult.

 

 

„Während eines Angebotes soll den Projektteilnehmern nicht nur über möglichst viele Sinne und selbständiges Lernen ein nachhaltiger Eindruck zum Thema „Insekten“ vermittelt werden, sondern auch das Interesse an Insekten geweckt und das Wissen um ökologische Zusammenhänge rund um Insekten und das Insektensterben verdeutlicht werden.“, so Projektleiterin Romy Weisheit.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, soll freudvolles Lernen mit Praxiserfahrungen verknüpft werden – dazu dienen auch Lieder, Spiele und Experimente. Dabei sollen die Projektmodule individuell verknüpfbar sein, sodass die Durchführenden bspw. auf Gebiet, Zeitbudget, Interesse, aber auch den Wissensstand und die Altersgruppe der Teilnehmenden reagieren können.

 

„Bei der Erarbeitung der Grobplanung habe ich die Thüringer Lehrpläne der verschiedenen Schulformen, den Thüringer Bildungsplan, Schutzgebiete und geschützte Arten innerhalb der NNL berücksichtigt und eingebunden.“

 

Für die Umsetzung ist auch eine enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie z.B. NABU, Thüringenforst oder dem Kneipp-Bund Thüringen vorgesehen und nicht zuletzt mit den Mitarbeitenden der anderen Nationalen Naturlandschaften. Nach erfolgreicher Beendigung des Projektes werden die erworbenen Handbücher und Anleitungen an die NNL in Thüringen übergeben.

 

„Mir ist auch die Nachhaltigkeit bei den verwendeten Materialien und Hilfsmitteln für die Projektumsetzung wichtig. Die Materialien sollten langfristig nutz- und haltbar, kostengünstig, möglichst eigenständig herstellbar und in mehreren Projektteilen und/oder Modulen verwendbar sein.“

 

Weiterhin betont die Projektleiterin, dass die Module so angelegt sind, dass sie nicht nur über Jahre hinweg genutzt werden, sondern auch beliebig ergänzt oder ausgetauscht werden können. Doch eine Sache liegt Romy Weisheit besonders am Herzen:

 

„… dass auch viele Module inklusions- und integrationstauglich sind – denn gerade in Kindergärten und Grundschulen ist der prozentuale Anteil von Kindern, die Förderbedarf haben, sehr hoch. Und auch in den ländlichen Gebieten gibt es immer mehr Kinder, die Deutsch als Zweitsprache sprechen.“

 

Das BNE-Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert.

 

ELER

 

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