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                  Das Eisfelder Schloss.


Das Schloss Eisfeld ist in seinem Kern eine mittelalterliche Burganlage. Die Grundmauern des  Steinernen Hauses wurden 1080 errichtet und die Burg hat im Laufe der Jahrhunderte vielfältige Veränderungen erfahren. 1360 wurde die Kemenate, 1580 der daran anschließende „Neue Bau“ errichtet, der sich durch einen gewölbten Torgang zur Stadt hin öffnet. Der 1555 erbaute Küchentrakt, der das Gebäude nach Nordwesten hin abriegelte, ist 1886 durch einen Gefängnisbau wilhelminischer Prägung ersetzt worden. Der Schlossturm oder Bergfried stammt aus dem 12. Jahrhundert. 1636 wurde der Schloßturm auf Kosten des Amtskastners Michael Latermann wieder aufgeführt, um zwei Stockwerke erhöht und mit einer welschen Haube versehen. Der Turm hat oben eine Wachtstube und unten „etliche Gefängnisse für ungehorsame Personen“.

 

 

 

Die Bezeichnung Schloss verdankt die schlichte und unregelmäßig angelegte Baugruppe der recht kurzen fürstlichen Epoche: Bestandspläne aus dem Jahre 1680 weisen aus, dass das Schloss für einen zeitweiligen Aufenthalt der herzoglichen Familie, damals der Gothaischen Herrschaft bestimmt war, zu deren Territorium Stadt und Amt Eisfeld nach langer Zugehörigkeit zum Fürstentum Coburg von 1643 bis 1680 zählten.

Der erste Regent des 1680 aus einer Erbteilung hervorgegangenen Herzogtums Sachsen-Hildburghausen hatte für kurze Zeit das Eisfelder Schloss zu seiner Residenz auserwählt. Nachdem sich Herzog Ernst endgültig in Hildburghausen niedergelassen hatte, unterblieb die geplante Erweiterung des Eisfelder Schlosses. 1728 – 1741 erkor Herzogin Sophie Albertine von Sachsen-Hildburghausen das Schloss Eisfeld zu ihrem Witwensitz.

Die späteren Funktionen des Schlosses, Amtsgebäude, Wohnsitz für Beamte und Amtsgefängnis mit den dafür erforderlichen Um- und Anbauten, haben schließlich alle Spuren fürstlichen Glanzes getilgt.

 

Die mächtigen Mauern, die das Schloss von drei Seiten umgeben, sind Teil der Stadtbefestigung, die Herzog Ernst der Fromme von Sachsen-Gotha in den Jahren 1654 – 1673 von seinem Baumeister Andreas Rudolph nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges aufführen lies. Der nordöstliche Abschnitt des „Schlossverwahrungsbaus“ öffnet sich in sieben Kasematten nach innen und verleiht damit dem Schlossgarten einen besonderen architektonischen Reiz. Das Anwesen, das im 18. Jahrhundert während des Aufenthaltes der Herzoginwitwe Sophie Albertine im Stile eines französischen Gartens mit „zierlichen Zwergen und Bäumen“ gestaltet war, diente später als Küchengarten und wurde erst 1952 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Heute beherbergt das Schloss die Stadtinformation und das Eisfelder Museum mit Stadtgeschichte und Zeugnissen regionlaer Volkskultur. Bis 2019 wird das Schloss komplett saniert und auch das Museum wird völlig neu gestaltet. Aus diesem Grund sind die Porzellanausstellung und die Ausstellung mit regionalem Handwerk derzeitig nicht zu sehen.

Erleben Sie das Wiedererstehen von Schloss Eisfeld als eines der Wahrzeichen der Stadt.

 

                     Innenhof Schloss Eisfeld     Nachtansicht Schloss Eisfeld