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Link Lutherweg

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Lutherweg in Süd-Thüringen.

Er führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers und zu vielen Orten, die mit der Reformation in Verbindung stehen. Darüber hinaus laden viele evangelische Kirchen zur Besichtigung und zum Innehalten ein.

 

Sowohl die großen Stadtkirchen als auch kleine Dorfkirchen eröffnen Ihnen Raum zum Nachdenken und zum Gebet in besinnlicher Stille.

 

Daneben nimmt auf dem Lutherweg der Gedanke des Pilgerns einen wesentlichen Platz ein. Manchmal müssen wir aufbrechen aus dem, was uns bindet. Manchmal müssen wir uns freimachen von dem, was uns täglich zur Last wird. Manchmal tut es gut, einen neuen Weg zu gehen, um sich selbst wieder zu finden.

 

Logo Lutherweg 4.jpg

 

"Wer den Himmel nicht in sich selber trägt, sucht ihn vergebens im ganzen Weltall". Diesen Satz, den der Eisfelder Dichter Otto Ludwig geschrieben hat und dessen 200. Geburtstag die Stadt Eisfeld im Jahr 2013 begeht, nehmen wir zum Anlass, Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserer Stadt und unserer Region, und weiter gehende Erfahrungen auf dem Lutherweg zu wünschen. Wir wünschen Ihnen auch interessante Begegnungen in Thüringen und Zeit zur Besinnung wie auch zum Gebet auf den Spuren Martin Luthers.

Sie werden in Eisfeld dem Namen Justus Jonas begegnen, einem der engsten Mitstreiter Luthers.

 

Justus Jonas.gif

 

Justus Jonas (* 5.Juni 1493 in Nordhausen; † 9. Oktober 1555 in Eisfeld) war ein deutscher Jurist, Humanist, Kirchenlieddichter, lutherischer Theologe, Reformator und Wegbegleiter Luthers.

 

Als wichtige Persönlichkeit der Reformation trat er vor allem durch Übersetzungen von Luther und Philipp Melanchthon hervor. Er war im Rahmen der Wittenberger Bewegung ein Vertreter der Priesterehe und trat als Anwalt der Reformatoren bei rechtlichen Angelegenheiten in Erscheinung. So beteiligte er sich wesentlich an der kirchenpolitischen Reformierung von Leipzig, Halle, Naumburg und Zerbst mit Anhalt. Nach dem Tode Luthers verfolgte er konsequent die Konfessionalisierung und beteiligte sich an dieser in Hildesheim, Coburg, Regensburg und Eisfeld.

Jonas studierte an der Universität Erfurt und begab sich 1511 zum Studium der Rechtswissenschaften nach Wittenberg. Er kehrte nach Erfurt zurück, promovierte dort, wurde zum Professor der Rechtswissenschaften und zu einem führenden Mitglied des Erfurter Humanistenkreises. Als Rektor der Universität Erfurt pflegte er Kontakt mit Erasmus von Rotterdam und wandte sich zunehmend der Theologie zu. 1521 wurde er Propst an der Wittenberger Schlosskirche und lehrte in Wittenberg gemeinsam mit Martin Luther als Professor der Theologie.

 

Im August 1553 folgte er dem Ruf seines einstigen Kurfürsten Johann Friedrich I. als Pfarrer und Superintendent nach Eisfeld . Hier übernahm er die Führung der gesamten Coburger Kirche am 25. August 1553. In hohem Alter und stark gesundheitlich eingeschränkt versuchte er das verfallene Kirchen- und Schulwesen des Landes zu erneuern. Dazu richtete er ein Konsistorium nach dem Vorbild des von ihm geschaffenen in Wittenberg ein.

 

Justus Jonas starb in Gegenwart seiner Frau am 9. Oktober 1555 abends um 21 Uhr. Nach alten Überlieferungen sollen seine letzten Worte gewesen sein

„Herr Jesu Christe, in deine Hände befehl ich mein Seelichen, du hast mich erlöset.“

 

Kapelle Friedhof.JPG 

Sein Andenken in Eisfeld, am Ort seines letzten Wirkens, ehrt ein Epitaph, das ihn und Nikolaus Kind betend zeigt. Jonas ist als Greis mit wallendem Bart und in die Stirn gekämmtem Haupthaar dargestellt. Die letzte Ruhestätte von Justus Jonas befindet sich in der Gottesackerkirche auf dem "Alten Friedhof" der Stadt Eisfeld. Nach dem aufgestellten Epitaph ist seine Reformatorenstatue in der Wittenberger Schlosskirche gestaltet worden.

 

Justsus Jonas Epitaph 1.jpg

 

Über der Tafel stehen im Bogen die Worte:

Nobile Doctorum par lector amice virorum
Hic cernis quorum nomina urbe volant
Nicolaus Primus fuerat cognomine Kindus
Sparsit in hoc populo qui sacra verba Dei,

D. Kind obiit Cal. Oct. 1549

D. Jonas obiit 9. Jdus Oct. A. 1555

Quod fuerat fragile hoc corpus requiescit in argo
Exspectans summo gaudia summa die M.J.K.E.
(Magister Joh. Kind Eisf. Sohn des Nic. Kind) MDLXV.