+++  Osternester & Stockbrot  +++     
     +++  Ein großes Dankeschön  +++     
     +++  Wer baggert da so spät noch am Baggerlóch...  +++     
     +++  Sachsenbrunn Helau!  +++     
Besucherzähler
118275 Besucher
Schrift:
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
Newsletter:
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Wussten Sie schon?

...dass die Fertigung moderner Porzellane im Pressverfahren die Erfindung eines Heimarbeiters aus Kloster Veilsdorf  war. Der Mann mit dem Namen Neidnicht revolutionierte dadurch die Herstellung von technischen Porzellanen und Porzellanpuppenköpfen, bekam jedoch für seine Erfindung keinen Cent.

 

 

 

 

Wussten Sie schon?

 

Bei Thüringer Porzellanfiguren sind die Reifröcke der Damen aus Porzellan, zart und zerbrechlich. Das Ursprungsmaterial ist Plauener Spitze, die durch Schlicker, flüssige Porzellanmasse, gezogen und die anschließend an der Figur angebracht (antrapiert) wird. Beim Brennprozess verpufft die Spitze und übrig bleibt das Porzellan.

Aber Vorsicht beim Anfassen - hauchdünn 1mm - stark zerbrechlich!

 

Spitzefaltenlegen um 1910 in Katzhütte 

 

Wussten Sie schon?

 

Vor 100 Jahren nahmen die Kinder auch schon eine Quietsch-Ente mit in die Badewanne. Der Rohling zur Herstellung war aus Porzellan – eine Tauchzieh-figur, die man in Gummi tauchte und danach trocknen lies. Später wurde noch das Quietsch-Element eingefügt und fertig.

 

 

 

Wussten Sie schon?

 

Das in den Porzellanfabriken eigenes Fabrikgeld herausgegeben wurde, mit dem die Mitarbeiter bezahlt wurden. Damit konnten und mussten Sie dann im eigenen Fabrikladen die Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen und so hat der Fabrikbesitzer das reelle Zahlungsmittel immer zum Einsatz in der realen Wirtschaft zur Verfügung gehabt.

 

Fabrikgeld Kloster Veilsdorf 1766 

 

 Wussten Sie schon?

 

Die „Indianische Blume“ eine Porzellandekoration ist, die zum Teil in freier Umbildung ostasiatischer Vorlagen, fälschlich als „indianisch“ bezeichnet wurden. Der Maler Gregor Höroldt, Leiter der Malerwerkstatt in Meißen, entwickelte diese Dekoration, indem er Chrysanthemen, Päonien und Blätterwerk, oft auch mit phantastischen Vögeln, zu gelungenen Dekorationen gruppierte. Diese Dekorationsart bürgerte sich bald auch in anderen europäischen Porzellanmanufakturen ein. In Thüringen kann sie bereits um 1770 in Wallendorf nachgewiesen werden.

 

 

  

Wussten Sie schon?

 

Der Begriff „Arkanum“ aus dem Lateinischen stammt und "Geheimnis" bedeutet. Es ist eine allgemeine Bezeichnung in der Alchemie für Geheimmittel und wurde im 18. Jahrhundert nach der Erfindung des europäischen Porzellans auch auf die Porzellan-Rezeptur bezogen. Die Personen, die im Besitz des Geheimnisses Porzellan herzustellen waren, wurden daher "Arkanisten" genannt. Nach allmählicher Verbreitung der Porzellanfertigung in Europa, durch Verrat und Nacherfindung (Thüringen), blieb der Titel jahrzehntelang als äußeres Zeichen einer Beamtenstellung in den Manufakturen bestehen.

 

 

 

Wussten Sie schon?

 

...dass äußere sichtbare Zeichen für den Herstellungsort eines Porzellans seine Bodenmarke ist. Lange nach der Erfindung des Porzellans in Sachsen haben auch die Thüringer Fabriken ihr Porzellan mit den Meißner Schwertern versehen, um einen besseren Verkauf zu erzielen. Gegen Ende des 18. Jh. wurde die Verwendung untersagt und die meisten Firmen führten eigene Warenzeichen ein.

 

 Porzellanmarke Unterseite eines Tellers

 

Wussten Sie schon?

 

Delft ist Weltberühmt. Aber Porzellan mit der Wortschrift „Delft“ kommt nicht von dort, sondern aus der Thüringer Porzellanfabrik in Rauenstein. Dort hatte man eine Saufwette als angeblichen Anlass für die Namenserfindung angegeben: „Der Esel läuft fortwährend trab“. Die Anfangsbuchstaben der Wörter ergeben jenes „Delft“, das die Rauensteiner als Marke für ihr bemaltes kobaltdunkles Porzellan bis zur Schließung im Jahr 1934 verwendeten. Die Porzellanmanufaktur Delft, die einen Gerichtsprozess gegen die Rauensteiner Porzellanfabrik führte, verlor diesen, wegen der Aussage der Zeugen vor Gericht, die diese Saufwette bestätigten. Markenschutz von gestern - unfassbar in heutiger Zeit!