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Naturpark Thüringer Wald e.V.

Geschäfststelle in Friedrichshöhe

Rennsteigstr. 18
98673 Eisfeld OT Friedrichshöhe

Telefon (036704) 70990 Service
Telefon (036704) 709916 Öffentlichkeitsarbeit
Telefax (036704) 709919

E-Mail E-Mail:
E-Mail E-Mail:
Homepage: www.naturpark-thueringer-wald.de
Homepage: www.nptw.de Zusatz Domain

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 8 - 16 Uhr


Aktuelle Meldungen

Zwei Stützpunkte, eine Aufgabe: Den Thüringer Wald auf Vordermann bringen!

(21. 10. 2020)

Seit Juni sind die Mitarbeiter der Naturpark-Meisterei im Thüringer Wald unterwegs. Im Gepäck: Kettensäge, Hammer und eine Menge handwerkliches Geschick. Ihr Auftrag: Sitzbänke erneuern, Wegweiser abbauen und neu aufstellen, Wege sichern, idyllische Waldplätzchen vom Müll und von Bewuchs befreien und vieles mehr. Das alles geschieht in enger Absprache mit den Mitgliedsgemeinden der Naturpark-Meisterei und die Liste der Anliegen ist lang. Für die beiden Mitarbeiter Philipp Luther und Normann Stollberg ist das kein Problem. An ihren Stützpunkten in Viernau (Stadt Steinbach-Hallenberg) und Neuhaus am Rennweg lagern sie nicht nur Arbeits- und Baumaterial, sondern koordinieren auch ihre Außeneinsätze, hämmern, schnitzen und sägen an reparaturbedürftigen Elementen der touristischen Infrastruktur im Thüringer Wald. Obendrein dokumentieren sie ihre Tätigkeiten in Form von Karten, Texten und Fotos und rechnen diese regelmäßig mit den Kooperationspartnern vor Ort ab.

 

Stützpunkt Neuhaus am Rennweg:

In Neuhaus am Rennweg gab es hierfür in den sozialen Medien bereits ein sehr gutes Feedback. Im Zuge der Erneuerung des Stadtpanoramaweges wurde hier die Schutzhütte „Amalienruh“ wieder

instandgesetzt. Dafür wurden neue Geländer montiert, Sitzbretter abgeschliffen und lasiert, die Verkleidung erneuert und die Hütte von Bewuchs befreit.

 

Ein beliebter Aussichtspunkt am 6-Kuppensteig ist die „Milonsruh“ bei Steinach. Damit sich Wanderer und Ausflügler hier wieder wohl fühlen, wurde das Gelände zunächst von Gebüsch befreit, marode Sitzbänke entfernt und durch neue ersetzt. Eine neue Sitzgruppe lädt außerdem zum Verweilen und zum Blick ins Land ein. Aus dem übriggebliebenen Material entstand sogar noch ein Vogelhäuschen.

 

Ein weiteres Projekt auf der Agenda von Stützpunktleiter Norman Stollberg war die Ausschilderung mehrerer Rundwanderwege im Stadtgebiet Eisfeld und den Ortsteilen in Zusammenarbeit mit dem „Verein Bleßbergregion“. Dazu zählen der Rundwanderweg Hirschkanzel, der Eisfelder Murmelweg und der Panoramaweg.

 

In Schalkau wurden in den ersten Tagen der Naturpark-Meisterei der Schaumburg-Weg und seine Stege und Brücken ausgebessert. Hierfür mussten morsche Holzteile entfernt und neu angebracht werden. In einem nächsten Schritt sollen die Informationstafeln ausgetauscht werden. 

 

Stützpunkt Viernau:

Stützpunktleiter Philipp Luther hat u.a. an der Georoute 8 in Bad Tabarz schon richtig angepackt. Hier, am Tabarzer Vulkansteig, mussten dringend die Gestelle der Infotafeln ausgebessert werden. Dafür wurden sie zunächst in Zusammenarbeit mit dem Ortswegewart abgebaut, die Infotafeln gesäubert und die Gestelle neu angestrichen. In einem weiteren Schritt wurden die Wege zu den Aussichtspunkten freigeschnitten.

 

In Tambach-Dietharz ist der Weg am Steinernen Tor jetzt mit Hilfe der Naturpark-Meisterei durch einzelne Stufen gesichert. In diesem Zusammenhang fanden gleichzeitig Aufräumarbeiten am Weg statt und es entstand ein neuer Wegweiser. Ebenfalls in Tambach-Dietharz bekommen Wanderer nun am Saurier-Erlebnispfad (GeoRoute 6) auf einer neuen Tafel Infos zum Pfad und dem „Tambacher Liebespaar“, zwei im Tode vereinte Ursaurier, die am Bromacker gefunden wurden.

 

Ebenfalls viel zu tun hatte Stützpunktleiter Philipp Luther am Lehrpfad Burglehne in Gräfenroda. Um den Weg wieder in Schuss zu bringen, wurde er von Geäst und Gebüsch befreit, vor Ort stehende Bänke „aufgemöbelt“ und Aussichten freigeschnitten.

 

Mit der Instandhaltung und Wiederherstellung des Thüringer-Wald-Mobiliars soll die vielfältige Natur und der damit verbundenen Erholungswert im Naturpark Thüringer Wald dauerhaft und langfristig erhalten und zugleich weiterentwickelt werden. Übergeordnetes Ziel ist ein einheitliches Niveau in Qualität und Sichtbarkeit der touristischen Infrastruktur und die Verknüpfung zwischen bereits bestehenden Strukturen (Naturpark-Route, Naturpark-Informationszentren und Naturlehrpfade).

Foto zur Meldung: Zwei Stützpunkte, eine Aufgabe: Den Thüringer Wald auf Vordermann bringen!
Foto: Zwei Stützpunkte, eine Aufgabe: Den Thüringer Wald auf Vordermann bringen!

Vom digitalen zum lokalen Marktplatz - Einweihung des „Thüringer Wald Shops“ in Neuhaus am Rennweg

(07. 10. 2020)

Neben vielfältig, regional und fair kann sich der „Thüringer Wald Shop“ jetzt mit einem weiteren Attribut schmücken. In Neuhaus am Rennweg ist er ab Montag, den 12.10.2020, nämlich auch „lokal“ erreichbar. Eigens für die erste stationäre Präsentation der zahlreichen Produkte aus dem Naturpark Thüringer Wald und darüber hinaus wurden am Bahnhof in Neuhaus am Rennweg Räume eingerichtet, durch die der Shop erlebbar wird. Mit einem Sortiment aus über 500 Produkten soll er Einheimische und Touristen montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr direkt an den Rennsteig locken. Zusätzlich sind über das Jahr verteilt saisonale Angebote geplant, genauso wie Produktverkostungen vor Ort.
 

„Mit Neuhaus am Rennweg haben wir einen idealen Standort zur Präsentation der zahlreichen hochwertigen Produkte aus dem Thüringer Wald gefunden. Es ist uns wichtig, dass wir gesehen werden und nicht „nur“ ein Online-Shop sind. Aufgrund der Pandemie-Auswirkungen waren insbesondere 2020 zahlreich geplante Messen und Märkte nicht möglich, auch die Grüne Woche in Berlin ist mittlerweile als öffentliche Messe abgesagt. Mit der Etablierung unseres ersten stationären Thüringer Wald Shops wollen wir ein Zeichen für regionale Produkte aus Thüringen setzen, eine Vielfalt guter heimischer Produkte zeigen und dauerhaft sichtbar sein. Das erhöhte Bewusstsein für Regionalität ist eine der wenigen positiven Auswirkungen der Pandemie.“, ist Projektleiter Jörg Seifert überzeugt.

 

Daneben ist die ganze Produktvielfalt auch weiterhin per Mausklick online über www.thueringer-wald.shop erhältlich. Der „Thüringer Wald Shop“ ist ein Projekt des Landschaftspflegeverbandes Thüringer Wald. Ziel ist es anhand moderner digitaler Vermarktungsmöglichkeiten regionalen Erzeugern aus dem Naturpark Thüringer Wald unter die Arme zu greifen. Dadurch soll die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit von regionalen Qualitätsprodukten verbessert und damit die Region wirtschaftlich gestärkt werden. Der Thüringer Wald Shop wird über drei Jahre anteilig durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und den Freistaat Thüringen gefördert.

 

„Als Naturpark Thüringer Wald stehen wir voll und ganz hinter dem Projekt „Thüringer Wald Shop“ und sehen darin die Chance dieses erhöhte Regionalitätsbewusstsein langfristig zu sichern.“, so Naturpark-Vorsitzender Tilo Kummer.

[Thüringer Wald Shop]

Foto zur Meldung: Vom digitalen zum lokalen Marktplatz - Einweihung des „Thüringer Wald Shops“ in Neuhaus am Rennweg
Foto: Vom digitalen zum lokalen Marktplatz - Einweihung des „Thüringer Wald Shops“ in Neuhaus am Rennweg

Forschung live miterleben – Einmaliges paläontologisches BROMACKER-Projekt startet

(03. 08. 2020)

Berlin, Jena, Gotha und GeoPark Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen

 

Ein interdisziplinäres Forschungsteam startet mit der Fossillagerstätte „Bromacker“ im Thüringer Wald ein einmaliges Projekt mit paläontologischer Ausgrabung. Ziel ist es, detaillierte Einblicke in die Paläobiologie früher Landwirbeltiere und ihrer Lebensräume zu erhalten. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger den Forschenden beim BROMACKER-Projekt über die Schulter blicken.

 

Mit dem Projekt BROMACKER startet im August eine neuartige, wissenschaftliche Kooperation an der weltweit einzigartigen Fossillagerstätte „Bromacker“, mitten im Herzen Deutschlands, im Thüringer Wald. Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt es dort erstmals wieder systematische Ausgrabungen und geologische Bohrungen. Aber nicht nur das: Das Ziel der Kooperation ist es, anhand der Fossillagerstätte „Bromacker“ Forschung und Wissensvermittlung so miteinander zu verzahnen, dass die Öffentlichkeit ein Fenster zur frühen Evolution der Landwirbeltiere bekommt. In den kommenden fünf Jahren arbeiten hierfür das Museum für Naturkunde Berlin - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die Friedrich-Schiller-Universität in Jena und der Nationale GeoPark Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen zusammen. Das deutschlandweit einzigartige Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Forschende werden geologischen, taxonomischen, paläoökologischen und physiologischen Fragen nachgehen, um in Zukunft das Leben an der Fossillagerstätte „Bromacker“ als Ganzes besser zu verstehen. Mit neuen Arten der Wissenschaftskommunikation nimmt die Öffentlichkeit am Forschen teil und kommt mit Forschenden ins Gespräch. So wird es neben einem Bromacker Lab(oratorium), auch digitale Medien und Führungen zur Ausgrabungsstelle sowie Einblicke in die Live-Präparation und Live-CT-Scans von Fossilien geben. Im Verlauf des Projektes soll es voraussichtlich für Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler die Möglichkeit geben, an Forschungsaufgaben mitzuwirken.

 

„Forschung ist spannender als jeder Blockbuster. Wir öffnen Forschung und stellen Kontakt zu Forschenden her: Nicht erst, wenn die Forschung abgeschlossen ist, sondern schon während der ersten Ausgrabung. Die „Bromacker“-Fundstelle ist ein unermesslicher Schatz von Millionen Jahre alten, frühen Landwirbeltieren, der nun endlich für die breite Öffentlichkeit aus seinem Dornröschenschlaf geholt wird“, sagt Johannes Vogel, Generaldirektor am Museum für Naturkunde Berlin. „Als Forschungsmuseum treiben wir die Öffnung der Wissenschaft mit dem Zukunftsplan weiter voran und wollen von Menschen lernen. Unterstützen Sie uns, machen Sie mit.“

 

Dreidimensionale Fossilien

 

Die „Bromacker“-Fundstelle ist weltweit einzigartig, wenn es um erstklassig erhaltene, dreidimensionale Wirbeltierfossilien und eine außerordentlich große Artenvielfalt im frühen Perm vor etwa 290 Millionen Jahren geht. Die Ausgrabungen und modernsten Forschungsansätze werden wertvolle Einblicke in die Paläobiologie und Ökologie früher Landwirbeltiere und ihrer Umwelt geben“, sagt Jörg Fröbisch, Professor für Paläobiologie und Evolution und Projektleiter (MfN). „Wir wollen herausfinden, wie die Evolution von stabilen Ökosystemen funktioniert. Insbesondere die Evolution der frühesten Pflanzenfresser und die darauffolgende Evolution der trophischen Pyramide mit vielen Pflanzenfressern an der Basis und wenigen Top-Prädatoren, also Fleischfressern, an der Spitze, sind von besonderem Interesse.“

 

„Unser Ziel ist es, den Lebensraum dieser Reptilien und ihrer Nahrung sowie das vorherrschende Klima in diesem von Flüssen, Sümpfen und Seen geprägten Gebiet dreidimensional zu rekonstruieren“, sagt Christoph Heubeck von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Geologische Studien von unseren Mitarbeitenden und Studierenden an den zahlreichen Aufschlüssen der Umgebung, eine detaillierte Kartierung, mehrere Flachbohrungen in der Umgebung der fossilführenden Steinbrüche sowie eine geologische Tiefbohrung im Zentrum des Sedimentbeckens werden dazu beitragen. Die Ergebnisse wollen wir auch in einem dreidimensionalen, interaktiven Computermodell darstellen.“

 

Wissenschaftskommunikation der Zukunft

 

„Dieses Projekt verbindet erstmals die Forschungsfelder Naturwissenschaft und Wissenstransfer auf Augenhöhe. BROMACKER hat das Potential, deutschlandweit und international ein beispielgebender Ansatz zu werden: Für mehr Dialog über Forschung“, sagt Tobias Pfeifer-Helke, Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, in deren Sammlungen auch die Fossilien der bisher in der Fossillagerstätte entdeckten zwölf Arten von Landwirbeltieren zu Hause sind.

 

„Direkt in der thüringischen Ausgrabungsstätte soll eine Besucherplattform entstehen, von der das Publikum bei Events und Führungen die Arbeit der Paläontologinnen und Paläontologen verfolgen kann und einen authentischen Blick auf die Arbeitsplätze in einer der weltweit bedeutendsten Fossillagerstätten bekommt“, sagt Syliva Reyer-Rohde, Leiterin des Managementbüros des Nationalen GeoParks Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen.

 

„Das Museum für Naturkunde Berlin hat in den vergangenen Jahren erfolgreich mit vielen offenen Formaten der Wissenschaftskommunikation experimentiert. Diese Erfahrungswerte fließen hier als Grundlage in die Entwicklung von innovativen Angeboten für Bürgerinnen und Bürger ein. So wird beispielsweise die Präparation der Fundstücke in Berlin live für das Publikum sichtbar gemacht. Wir möchten aber nicht nur neue Einblicke und Erlebnisse für die Öffentlichkeit schaffen, sondern auch über die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass sich hochkomplexe Forschung und bestimmte Formen der Wissenschaftskommunikation vereinen lassen“, sagt Uwe Moldrzyk, Leiter des Forschungsbereiches Museum und Gesellschaft, MfN.

 

Über den Grabungsort „Bromacker“

Obwohl Deutschland kein großer Flächenstaat ist, zeichnet es sich durch seine komplexe und vielseitige Geologie aus und beherbergt damit einige weltweit berühmte Fossilfundstellen verschiedenster Erdzeitalter. Die Fossillagerstätte „Bromacker“ in der unterpermischen Tambach-Formation zwischen den Gemeinden Tambach-Dietharz und Georgenthal im Thüringer Wald ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Sie repräsentiert außerhalb der USA eine der bedeutendsten und produktivsten Fossillagerstätten für Landwirbeltiere (terrestrische Tetrapoden) aus dem frühen Perm von vor etwa 290 Millionen Jahren. Im späten 19. Jahrhundert fanden Forschende zunächst Trittsiegel und Grabspuren. Thomas Martens, ein Paläontologe vom Museum der Natur in Gotha, fand 1974 erstmals Knochen. Nach der deutschen Wiedervereinigung führte er, gemeinsam mit David Berman und Amy Henrici vom Carnegie Museum in Pittsburgh und Stuart S. Sumida von der California State University, San Bernardino, 1993 bis 2010 jährliche Grabungen durch, die zahlreiche, teils komplette Skelette in einem für Europa einzigartigen Erhaltungszustand lieferten. Die Bedeutung der Fossillagerstätte „Bromacker“ für die Dokumentation der frühen Evolution von Wirbeltieren an Land ist in ihrem Stellenwert mit anderen herausragenden Fundstellen in Deutschland vergleichbar, wie zum Beispiel dem UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel und den weltweit bekannten Fundstellen in Holzmaden und Solnhofen.

 

Museum für Naturkunde Berlin

Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Carmen Schucker

Referentin für strategische Kommunikation

Invalidenstraße 43, 10115 Berlin 

Tel +49 30889140-8662

www.museumfuernaturkunde.berlin

 

Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Marco Karthe

Direktor Kommunikation und Bildung

Schloss Friedenstein, Schlossplatz 1, 99867 Gotha

Tel +49 3621-8234 500

Mobil 0173 3015827

www.stiftung-friedenstein.de

 

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Dr. Ute Schönfelder

Abteilung Hochschulkommunikation

Redakteurin, Bereich Presse und Information

Fürstengraben 1, 07743 Jena

Tel +49 3641 9-401423

www.uni-jena.de/presse

 

Nationalen GeoParks Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen

Sylvia Reyer-Rohde

Leiterin des Managementbüros des

Nationalen GeoParks Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen

c/o e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer

Haarbergstraße 37

99097 Erfurt

Tel +49 361 4229000

Foto zur Meldung: Forschung live miterleben – Einmaliges paläontologisches BROMACKER-Projekt startet
Foto: Bromackergrabung 2008 © Freistaat Thüringen, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, WeimarStiftung Schloss Friedenstein Gotha, Foto Kerstin Fohlert

Thüringer Wald Card kommt an – schon 3.500 Karten verkauft

(27. 07. 2020)

Seit etwas mehr als einem halben Jahr erstrahlt die bei Urlaubsgästen, Tagestouristen und Einheimischen gleichermaßen beliebte Thüringer Wald Card in ihrem neuen Design. Doch damit nicht genug: im Zusammenspiel mit dem kostenfreien Erlebnisführer Thüringer Wald erfreut die vom Naturpark Thüringer Wald e.V. herausgegebene Vorteilscard ihren Besitzer längst auch mit einem deutlich attraktiveren inhaltlichen Angebot. Das Resultat dieser Aufwertung im doppelten Sinne kann sich sehen lassen: allein im ersten Halbjahr 2020 wurden über 3.500 Exemplare verkauft.

 

„Thüringer Wald-Woche“ bei Backhaus Nahrstedt

Allen voran der Onlineverkauf der Thüringer Wald Card zum Preis von 10 Euro über die Website www.thueringer-waldcard.de läuft blendend. Aber auch in den Direktverkaufsstellen steigt die Nachfrage dank einer fortwährend professionalisierten touristischen Vermarktungsstruktur mit zahlreichen kreativen Vermarktungsideen kontinuierlich an.

 

Bestes Beispiel hierfür ist ganz aktuell das Backhaus Nahrstedt, welches unter dem Titel „Nahrstedts Urlaubswochen“ seine Kunden in der Sommerferienzeit mit einer besonderen Genussreise für zuhause verwöhnt. Den Auftakt bildet dabei vom 27. Juli bis zum 2. August 2020 die „Thüringer Wald-Woche“, bei der in über 70 Fachgeschäften und Cafés in Thüringen und im Raum Coburg kulinarische Aktionsprodukte wie z.B. das Thüringer Landbaguette oder der Thüringer Schmandkuchen angeboten werden. Parallel dazu erhalten die Backhaus Nahrstedt-Besucher im Zeitraum vom 27. Juli bis 6. September 2020 über eine in allen Filialen erhältliche Gutscheinkarte die Möglichkeit, die Thüringer Wald Card zum einmaligen Vorteilspreis von 7 Euro online zu erwerben.

 

„Wir möchten unseren Kunden ein Stück Urlaub nach Hause holen und mit der Thüringer Wald-Woche zeigen, wie schön Ferien in unserer Heimatregion sein können“, betont Sabrina Friedrich, Marketingleiterin bei Backhaus Nahrstedt, und ergänzt: „Da passt es wunderbar, dass wir mit der Thüringer Wald Card über die gesamte Sommerferienzeit hinweg ein tolles Produkt zum attraktiven Sonderpreis anbieten können, das unseren Kunden die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Thüringen sowie im angrenzenden Raum Coburg näherbringt.“

Foto zur Meldung: Thüringer Wald Card kommt an – schon 3.500 Karten verkauft
Foto: Backhaus-Nahrstedt-Marketingleiterin Sabrina Friedrich und Thüringer-Wald-Card-Projektleiter Holger Jakob haben sich für die Sommerferien etwas ganz Besonderes überlegt.

Von der Vorstudie zur Praxis- Stützpunkt der Naturpark-Meisterei in Viernau eröffnet

(16. 07. 2020)

Um Natur und Landschaft im Naturpark Thüringer Wald zu schützen und gleichzeitig touristische Werte zu erhalten und zu entwickeln, ist im Juni offiziell die Umsetzung des Projektes „Naturpark-Meisterei Thüringer Wald“ gestartet. Als wichtiger Meilenstein wird nun am 16. Juli 2020 der erste von insgesamt drei Stützpunkten in Viernau (Stadt Steinbach Hallenberg) feierlich eröffnet. Großer Dank gilt in diesem Rahmen auch der Firma Matec, die hierfür nicht nur eines ihrer Gebäude zur Verfügung gestellt, sondern sich auch als wertvoller Partner für den Naturpark Thüringer Wald e.V. in Bezug auf Werbetechnik etabliert hat.

 

„Der neue Stützpunkt der Naturpark-Meisterei in Viernau ist mehr als nur eine Werkstatt oder ein Lager. Er dient auch als Anlaufpunkt für die Vertreter von Städten und Gemeinden, um mit Stützpunktleiter Philipp Luther als verlässlichen Ansprechpartner in Kontakt zu treten und Vorhaben zu diskutieren.“, betont Naturpark-Vorsitzender Tilo Kummer.

 

Neben Philipp Luther hatte auch Norman Stollberg als Stützpunktleiter der Naturpark-Meisterei in Neuhaus am Rennweg in den vergangenen Wochen bereits alle Hände voll zu tun. In enger Absprache mit den jeweiligen Städten und Gemeinden wurden u.a. Sitzbänke erneuert, Wegweiser aufgestellt und das ein oder andere idyllische Waldplätzchen von Bewuchs und Müll befreit. Erste positive Reaktionen gab es bereits in den sozialen Netzwerken. Mit dem Einsatz von hauptamtlichen Mitarbeitern der Naturpark-Meisterei wird ein großer Schritt zur Professionalisierung der Pflege touristischer Infrastruktur im Thüringer Wald getan.

 

„Die Naturpark-Meisterei Thüringer Wald berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse unserer Kommunen und Touristiker, achtet aber auch auf das Besondere und Gemeinsame in der Naturpark-Region. Das bringt dann für Alle einen Mehrwert. Die Mittel unserer Mitglieder werden sehr effektiv genutzt und durch Förderprogramme optimal erweitert.“, ist Naturpark-Geschäftsführer Florian Meusel überzeugt.

 

Die Stützpunktleiter dokumentieren ihre Tätigkeiten in Form von Karten, Texten und Fotos und rechnen diese regelmäßig mit den Kooperationspartnern vor Ort ab. Übersichten zu den verbrauchten Materialien, geleisteten Stunden und verbauten Objekten runden die Protokolle ab.

 

 

Über die Naturpark-Meisterei:

Der Naturpark Thüringer Wald e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die touristischen Kernkompetenzen des Thüringer Waldes, nämlich die vielfältige Natur und den damit verbundenen Erholungswert dauerhaft und langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Naturpark-Meisterei soll nun ein einheitliches Niveau in Qualität und Sichtbarkeit der Naturpark-Infrastrukturen schaffen und die Verknüpfung zwischen den bestehenden Strukturen (Naturpark-Route, Naturpark-Informationszentren und Naturlehrpfade) herstellen. In einem Vorprojekt fand zunächst die Analyse der bereits vorhandenen, dezentralen Naturpark-Infrastrukturen statt. In dem anschließenden Modellprojekt steht jetzt die praktische Umsetzung auf Basis der ermittelten Daten im Mittelpunkt.

 

Foto zur Meldung: Von der Vorstudie zur Praxis- Stützpunkt der Naturpark-Meisterei in Viernau eröffnet
Foto: NP Meisterei

Neues Kinderbuch begleitet Köcherfliegenlarve in den Nationalen Naturlandschaften in Thüringen

(06. 07. 2020)

Umweltministerin Anja Siegesmund: „Gesunde Gewässer sind die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wenn bestimmte Wasserlebewesen, wie die Köcherfliegenlarve, vorhanden sind, ist das ein gutes Zeichen für die Qualität des Gewässers. Mit dem Buch können Kinder zu Naturforscherinnen und Naturforschern werden.“

 

Nach dem ersten Buch über den Feuersalamander Flori erzählt auch die neue Geschichte der Autorin Gudrun Opladen von den Abenteuern und Gefahren, denen die Tiere im Wasser ausgesetzt sind.

 

„Auf diese bildhafte Art und Weise wird auch den Jüngsten deutlich, welch riesige Rolle die Kleinlebewesen in unseren Thüringer Flüssen und Bächen spielen. Das Projekt schafft damit die Voraussetzung für einen nachhaltigen Umgang mit unserer wichtigen Lebensgrundlage Wasser“, so der Geschäftsführer des Naturpark Thüringer Wald e.V. Florian Meusel.

 

Ausschlaggebend für die Veröffentlichung ist ein Projekt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Es wurde ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam zu machen.Im Fokus des Projektes stehen die Konzeption und die praxisnahe Entwicklung gemeinsamer BNE-Bildungsangebote in den Nationalen Naturlandschaften in Thüringen. Diese richten sich an Grundschulen und weiterführende Schulen, sollen aber auch auf geführten Wanderungen in Anspruch genommen werden können. Darüber hinaus werden Malvorlagen angeboten, die im Zuge der Kinderbuchgestaltung entstanden sind. Das Heft ist ab sofort in einer Auflage von 8000 Exemplaren in und über alle Verwaltungsstellen der Nationalen Naturlandschaften in Thüringen kostenlos erhältlich.

Alle Adressen finden Sie unter: https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/nationale-naturlandschaften

Foto zur Meldung: Neues Kinderbuch begleitet Köcherfliegenlarve in den Nationalen Naturlandschaften in Thüringen
Foto: Cover: Kathi - Kleine Köcherfliegenlarve ganz groß!

Ein Förderprojekt mit Tragweite

(14. 04. 2020)

Ein glasklarer Gebirgsbach schlängelt sich durch die malerische Berglandschaft zwischen Katzhütte und Cursdorf den Talgrund entlang. An den Ufern wandelt die artenreiche Natur immer wieder ihr wunderbares Gesicht, wie ein Mosaik begleiten Talwiesen und Borstgrasflächen den Bach. Das Tal der Weißen Schwarza gilt als eines der schönsten Täler im Naturpark Thüringer Wald und es besitzt sogar noch Potential. Das war Anlass für die Natura 2000-Station Thüringer Wald umfangreiche Vorarbeiten für eine Landesförderung im Naturschutz zu erwirken.

Durch ein Förderprojekt des Landschaftspflegeverbandes Thüringer Wald e.V. soll dieses Potential nun ausgeschöpft werden, nicht nur um den landwirtschaftlichen Wert der Flächen zu erhöhen, sondern vor allem auch, um die Pflanzen- und Tierartenvielfalt zu sichern und sogar noch zu erweitern. Während die „Schwarza“ durch die dichte Pflanzenwelt am Ufer als dunkler Fluss zwischen schroffen Bergen wahrgenommen wird, bekommt der Betrachter bei der „Weißen Schwarza“ durch offene Wiesen in den Hanglagen und im Talgrund einen sanfteren Eindruck des Thüringer Gebirges. Zu verdanken ist diese besondere Kulturlandschaft einer jahrhundertelangen, naturnahen Bewirtschaftung. Dadurch wurde das Tal der Weißen Schwarza zur Heimat zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. Als besonders schützenswert gelten die Arnika und das Knabenkraut, aber auch der Schwarzstorch fühlt sich hier wohl und soll dies auch weiterhin tun. Da die Wiesenflächen lange Zeit nicht bewirtschaftet wurden, sorgt derzeit das Wachstum von Bäumen und Büschen dafür, dass die ansässigen und schützenswerten Arten verschwinden.

„Nur durch fortwährende Mahd bzw. Beweidung durch unsere Landwirtschaftsbetriebe kann dieser Artenreichtum der Talwiesen gesichert und sogar verbessert werden.“, so Naturpark-Geschäftsführer und Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes Florian Meusel.

In einem ersten Schritt des Projektes werden deswegen auf den ausgewiesenen Maßnahmeflächen Bäume und Büsche entfernt, das Tal wird wieder „geöffnet“. Damit sich die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten ungestört austauschen und verbreiten können, werden Hindernisse im Bach beseitigt und invasive Arten, wie Springkraut und Goldrute, zurückgedrängt. Die Forstämter Neuhaus am Rennweg und Gehren, aber auch die Kommunen Katzhütte und Cursdorf bis hin zur Stadt Schwarzatal sind dabei wichtige Kooperationspartner.

Ziel des Projektes ist nicht nur die Wiederherstellung des Offenlandes, sondern vor allem die erstmalige Entwicklung eines großflächigen, biotopgerechten Bewirtschaftungskonzeptes im Thüringer Wald, das die Artenvielfalt auf lange Zeit sichert. Das Tal der Weißen Schwarza könnte dann als Vorbild für andere Gebiete dienen.

„Durch die Öffnung des Tales wird nicht zuletzt auch die landschaftliche Attraktivität des Wandergebietes rund um den Panoramaweg Schwarzatal erhöht und so mehr wanderbegeistertes Publikum in den Thüringer Wald gezogen.“, ist Geschäftsführer Florian Meusel überzeugt.

Das Projekt wird über die Förderinitiative Europäische Fonds für räumliche Entwicklung (EFRE), Programm Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) gefördert. Hier investierten Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

Foto zur Meldung: Ein Förderprojekt mit Tragweite
Foto: Tal der Weißen Schwarza


Veranstaltungen

28.03.​2021
10:00 Uhr
Historischer Landesgrenzstein auf dem Wall
Landwehrtour - Exkursion an einer mittelalterlichen Grenzbefestigung
Den jetzigen Landkreis Hildburghausen durchziehen noch heute, von Lichtenau im Norden bis zur ... [mehr]
 
18.04.​2021
14:00 Uhr
Wanderung im Glasbachtal
Unterwegs auf alten Handelswegen, erleben Sie mit der zertifizierten Natur- und ... [mehr]
 
25.04.​2021
14:00 Uhr
Sagenhaftes aus dem Thüringer Wald
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
01.05.​2021
08:30 Uhr
NaTour-Genuss erleben zum Lauschner Mellichstöckdooch
Über die alten Lieferwege der Lauschaer Glasbläser führt der Weg von Sonneberg durchs obere ... [mehr]
 
30.05.​2021
14:00 Uhr
Bergwiesenschätze
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
27.06.​2021
14:00 Uhr
Thüringer Waldgespür
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
05.09.​2021
14:00 Uhr
Geheimnisvolles Moor
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
10.10.​2021
14:00 Uhr
Vom Wald und den Wäldlern
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
07.11.​2021
14:00 Uhr
Das große Schlummern
Einsame Bergwälder, vom Nebel verschleierte Täler, unheimliche Moore - der Thüringer Wald ist ... [mehr]
 
 

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